Tag Archives: Gassi

Der letzte Schnee…

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Hallo Ihr Lieben,

bevor es jetzt so langsam mit den schönen Bildern vom Frühling, also endlich wieder mit grünen Wiesen, blühenden Büschen und Bäumen mit voller Blätterpracht losgeht, haben wir noch ein paar Eindrücke von unserem letzten Schnee-Ausflug mit Luke und Lily.

Die beiden lieben Schnee – da sind sie wie kleine Kinder 😉 ! Und somit ist es klar, daß sie sich beim ausgedehnten Gassigehen auch immer richtig austoben müssen bzw. dürfen. Sie jagen sich, sie wirbeln Schneewolken auf und sie versuchen natürlich auch, Mäuse und Maulwürfe UNTER dem Schnee und unter dem gefrorenen Boden „zu stellen“…

So schön der Schnee ist und so toll es ist, den begeisterten Labis beim Spielen zuzuschauen – jetzt ist es langsam genug mit dem Winter und höchste Eisenbahn für den Sommer. Der Frühling ist ja jetzt endlich angekommen…

Viel Spaß mit den Bildern und viele Grüße,
Chris

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Der perfekte Start in den (Labi-)Tag

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Hallo Ihr Lieben,

heute hatten Luke und ich den perfekten Start in den Labi-Tag – einfach herrlich, das müssen wir Euch kurz erzählen:

Morgens – also recht früh morgens – hören wir schon immer ganz kurz Papi’s Wecker klingeln. Wie gesagt, nur ganz kurz – danach ist wieder Ruhe. Komisch – keine Ahnung, wieso er dann nicht gleich rauskommt, um uns zu bespassen. Naja, wie auch immer – zwischen dem ersten und zweiten Weckerklingeln positionieren Luke und ich uns direkt im Körbchen, das vor der Schlafzimmertür steht, die leider nur gaaanz selten nachts offen ist. Denn DANN sind wir – schwupps, ganz schnell – auch mit im Bett 🙂 ! Wenn dann das zweite Mal ganz kurz das Weckergeklingel ertönt, dauert es im Schnitt ca. 13 Sekunden, bis die Schlafzimmertür aufgeht und Papi herauswankt. So auch heute.

Er kniet sich dann immer in den Flur auf den Boden und wir rennen ihn über den Haufen. Wir freuen uns halt so, weil wir ihn gefühlt tagelang nicht mehr gesehen haben (zumindest von spätabends bis frühmorgens) – und heute haben wir es mal wieder geschafft: Wir haben einfach von zwei verschiedenen Seiten aus Anlauf genommen und sind losgerannt. Da konnte er sich nicht mehr halten – mei, war DAS lustig. Dann haben wir ihn liegen lassen und sind ganz schnell im Wohnzimmer verschwunden, um ihm eine feine Auswahl an Tennisbällen zu präsentieren. Er hat sich glaube ich schon ganz schön gefreut. Einen Ball hat er auch geworfen – das war super. Gesehen haben wir zwar noch nicht viel, aber wir sind trotzdem hinterhergelaufen. Klasse 😉 !

Papi verschwindet dann immer im Bad und wir warten wieder mehr oder weniger geduldig im Vor-dem-Schlafzimmer-Körbchen. Kann ja sein, daß in der Zwischenzeit Frauchen bespasst werden muß/will/kann. Nach gar nicht sooo langer Zeit kommt Papi dann aus dem Bad – jetzt kann er schon Farben sehen und deutlicher sprechen als vorhin – und wir machen überall die Rollos hoch. Eigentlich nicht spannend, aber wir machen immer ein Heidenspektakel daraus: Wir laufen ihm permanent vor den Füßen herum, bringen unsere Spielsachen, jagen uns gegenseitig um den Esstisch etc. – also echt superlustig. Für uns jedenfalls. Wenn dann alle Rollos oben sind und es einigermaßen hell ist, kommt das Unwichtigste für uns, aber das Wichtigste für Papi: Er drückt auf einen Knopf an der Kaffeemaschine. Na super – das bedeutet für uns, daß wir jetzt noch locker 10 Minuten warten müssen, bis was Tolles passiert. Denn jetzt muß Papi erstmal einen Kaffee trinken – das ist wohl ungefähr so wichtig wie für uns der Tennisball oder Gustl, der Quietschegockel. Okay, wir gönnen es ihm, denn nur so wird er wach. Der Arme 🙁 ! Egal – wir warten mehr oder weniger geduldig und konzentrieren uns derweil wieder auf die Schlafzimmertür, denn zwischenzeitlich ertönt Wecker Nummer Zwei! Und wenn Klecker Nummer Zwei wingelt, bedeutet das, daß Frauchen auf dem Weg zur Tür ist. YESSSS!

Mami sieht morgens noch weniger als Papi – deshalb läuft sie manchmal auch an uns vorbei. Komisch – aber mittlerweile wissen wir das schon und stellen uns einfach in den Weg. Wenn’s dann im Flur scheppert, weiß Papi in der Küche immer Bescheid, daß wir auch Mami umgeschmissen haben… Alles ganz normal 🙂 !

Mami macht sich dann für die Arbeit fertig und gar nicht superlange später geht sie dann aus dem Haus. Wir verabschieden sie zu dritt und dann drehen wir uns blitzschnell zu Papi um und schlagen mit den Schwanzspitzen ganz doll und ganz schnell auf den Boden. Wir trommeln quasi und warten voller Vorfreude, was jetzt passiert. Wenn’s blöd läuft, müssen wir noch warten, bis Papi seinen Kaffeepott ausgetrunken hat. Wenn’s für uns gut läuft, dann ist der Pott bereits leer und wir starten Level 2: GASSIIIIIII !!! Mittlerweile wird es schon langsam SEHR dringend, daß wir rauskommen. Ihr könnt Euch das ja vorstellen: Viel Freude, viel plötzliche Bewegung nach einer langen Nacht und mittendrin Papi und Mami umschmeissen und Balli spielen – da schwappt es schon ordentlich im Körper hin und her und man muß aufpassen, daß man nicht die Konzentration verliert. Wenn Papi sich dann trotz der brenzligen Situation nochmal an die Theke setzt, um den Kaffee auszutrinken, setze ich mich schon vor ihn hin, mache meinen besorgtesten Gesichtsausdruck und quietsche, was das Zeug hält. Bei DEM Ton muß die Milch im Kaffee sauer werden und Papi gibt nach. Meistens jedenfalls. Ich meine, so einen See mitten im Zimmer mag er ja auch nicht. Meine Taktik klappt also immer. Luke verdreht schon immer die Augen – er hat aber auch eine viel größere Blase – oder er macht das wie ein Kamel, keine Ahnung. Jungs halt.

Papi geht dann zur Tür, holt die großen Wanderstiefel und zieht sich an. Anschliessend zieht er uns an. Heute hat nur Luke sein Sense-ation Harness und sein Halsband verpasst bekommen und ich durfte nur mit Halsband gehen, also ohne Halti und ohne Geschirr. Super – ich werde aber trotzdem ziehen wie Bolle, soll aber ne Überraschung für Papi werden…

Das nächste Highlight folgte dann, als die Haustür aufging. Die Nachbarskatze stand davor und war wohl nicht darauf gefasst, daß gleich ein Labi vor ihr steht und einen Megabeller loslässt. Herrlich – die hat einen Buckel gemacht, daß ich dachte, die bricht in der Mitte auseinander. Egal – die Katze ist doof, weil die uns dauernd kaputte Mäuse vor die Tür legt. Ich meine – Hallooooo??? Kaputte Mäuse? Wir sind Hunde – bring uns Flugenten, Rehe oder Wildschweine – aber doch bitte nicht solche Snacks! Pffff…

Okay, wir gingen also los und es war – hmm, sagen wir mal – kalt. Uns ist das ja wurscht, weil wir unsere Felljacken anhaben. Nur Papi hat anscheinend vorher eine Wetterberichtaufzeichnung aus dem sonnigen und heissen Urlaub gelesen und hatte nur eine kurze Hose und ein Polohemd an. Nun ja, bei 11°C ist das auch aus Labisicht ganz schön mutig. Dementsprechend hat er hinter uns auch permanent herumgeflucht. Umdrehen war keine Option, denn WIR wollten ja was erleben. Also musste er jetzt da durch. Wir haben einfach mehr an den Leinen gezogen, damit ihm warm wurde. Wir denken ja schließlich mit.

Es folgte eine richtig schöne Tour – entlang an den Feldern, durch eine Wiese, vorbei an vielen Büschen und Bäumen. Echt toll, das ist immer unsere Morgenrunde. So ca. 5,5km und wir gehen ne Stunde. Wir könnten ja schneller – aber Papi ist halt der Bremser. Egal, es war super und auf dem Rückweg hat Papi noch eine Überraschung für uns gehabt: Plötzlich sind wir zu unserem Tümpel abgebogen und wir durften noch ein paar Runden schwimmen. Su-per-cool !!!!!! Als wir dann rauskamen aus dem Wasser (gut gerochen haben wir danach übrigens nicht gerade) merkten wir, daß uns ein älteres Ehepaar mit einem noch älteren Cocker Spaniel beobachtet hatte und die sich wohl richtig über uns amüsiert haben. Und wohl auch über Papi, weil der einfach zu nahe bei uns stand, als wir uns beide gleichzeitig schüttelten. So waren wir alle drei naß. Mitgefangen, mitgehangen. Oder so ähnlich.

Der Heimweg war dann dazu da, etwas zu trocknen – den Rest erledigte Papi dann daheim mit einem groooßen Handtuch. Das lieben wir ja wie Bolle: Luke bohrt dann immer seinen Kopf ins Handtuch, dreht sein Gesicht hinein und robbt seitwärts mit dem Handtuch durch’s Bad. Dabei schnauft er ganz laut und muß immer wieder niesen… Ich mag das Abgeruffel zwar auch, aber lieber mache ich das selbst mit der Decke auf der Couch. Da sollte dann aber lieber nicht der Papi zuschauen, denn da gibt’s ne Kopfnuss.

Als wir einigermaßen trocken waren, ging’s weiter in die Küche: Erst bekamen wir frisches Wasser – wir waren nach dem Gassigehen richtig durstig. Und dann machte Papi endlich Frühstück. Superlecker, heute gab’s Kalb. Das haben wir dann auf einen Rutsch verschlungen (dummerweise Luke auch, weil der plötzlich wieder genauso viel Hunger hat wie ich) und sind anschliessend gleich wieder ins Wohnzimmer, um weiterzuspielen.

Ich schätze mal, daß wir jetzt dann wieder in die Heia gehen – so bis kurz vor Mittag schlafen und anschliessend raus in den Garten.

So, jetzt sagt mal: Ist DAS nicht der perfekte Start in den perfekten Labi-Tag ??? 🙂

Wir hoffen, bei Euch ist es genauso schön. Viele liebe Grüße,
Eure Lily + Luke

Entdeckungsreise im Urlaub

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[Shorties from Instagram]
Was hier so aussieht wie eine wilde Mischung aus „Blairwitch Project bei Tag“ und „Dschungelcamp 2013 pt. 2“ ist in Wirklichkeit einer unserer morgendlichen Spaziergänge im Urlaub.

Die Landschaft ist wunderschön – wir haben uns jeden Tag entscheiden müssen bzw. können, ob wir am Strand entlanglaufen oder vorbeischlendern an scheinbar unendlich langen Plantagen, in denen Zitronen, Orangen, Feigen, Oliven und Walnüsse gemütlich vor sich hinreifen. Wobei wir hier ehrlich gesagt nicht wirklich von „schlendern“ reden können, da Luke und Lily NIE schlendern, sondern es IMMER eilig haben. Kurz gesagt – sie ziehen wie Bolle, weil es halt überall noch intensiver und interessanter und fremder und aufregender und überhaupt ganz anders riecht als Zuhause. Also irgendwie auch verständlich. Aus diesem Grund haben wir auch die Haltis „montiert“ – damit laufen sie dann wenigstens etwas langsamer und entspannter, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht martialisch aussieht und an einen Maulkorb erinnert. Oder im Entferntesten an die Maske aus „Das Schweigen der Lämmer„. Oder „…der Labis“ 😀 !

Und diese 3-5m hohen Schilfgräser, die sich aufgrund ihrer Höhe dschungel- und tunnelähnlich über den Weg legen, sind natürlich eine spannende Sache – da kann unser fast schon langweiliger Weg daheim über die Felder nicht dagegen anstinken… 😉

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Ausflug mit Omi und Opi

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Hi, Dad!

Du mußt Dir nicht immer so viele Sorgen um mich machen und denken, mir könnte etwas passieren, ich wäre vielleicht nicht brav oder würde gar unerlaubt aus Opis Auto springen. Ois roger, paletti and no problem!!! Das ist übrigens Bavarian-Italo-Englisch.

Heute durfte ich erstmals mit Omis und Opis tollem Avensis mitfahren. Opi hat mich hinten auf der geräumigen Ladefläche untergebracht und wir sind nach Krailling zu Tante Elfriede gefahren. Es war überhaupt kein Problem, ich habe es mir gemütlich gemacht und nach einer halben Stunde hat mich Opi wieder augeladen, ohne, daß ich von selbst abgesprungen wäre (was wichtig zu sagen ist, denn Tante Gaby liest hier ja auch mit !).

Dann haben wir bei strömendem Regen eine ganz tolle Waldwanderung gemacht. Ich durfte, natürlich immer an der Leine, rumstromern, auf einen riesigen Holzstoß klettern und habe immer versucht, die vielen kleinen und auch großen Tierchen zu erhaschen – leider alles vergebens.

Dann haben wir eine Rast auf einer alten Holzbank direkt an der S-Bahnlinie gemacht und ein langer, roter Zug ist donnernd an uns vorbei gefahren. Ich glaube, alle Fahrgäste haben mir bewundernd zugewunken!

Das war also mein Donnerstag-Vormittag-Erlebnis. Weil ich so brav war, habe ich von Omi gleich einen großen Kauknochen bekommen und muß mich nun erst einmal ausruhen.

Ich wünsche Dir, Frauchen und Lily noch einen schönen Tag.

Liebe Grüsse von Eurem braven
Luke

 

Wellness mit Schlammpackung

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Heute sind wir mit unseren beiden hyperaktiven Fellträgern am frühen Nachmittag wieder mal auf Wanderschaft gegangen – zwischendrin sogar mit blauem Himmel, Sonnenschein, aber durchgehend ganz schön kaltem Ostwind.

Mit im Gepäck der Gummiball am Seil. Da wussten die beiden, daß es wieder ein Mittelding aus Zirkeltraining und Bundesjungendspielen werden würde und waren dementsprechend aufgeregt. „Ball mitnehmen“ heißt nämlich übersetzt soviel wie „wir dürfen heute toben und ohne Leine spielen“.

Als wir dann auf dem langen Feldweg zwischen Äckern und Feldern angekommen waren und die Umgebung bezüglich Schweinen, Hasen und Rehen gescannt hatten, liessen wir die beiden vorsitzen und leinten sie ab. Wow – was für eine Freude, das ist immer wieder schön anzusehen. Die beiden jagten sich gegenseitig über die Äcker, überschlugen sich, rappelten sich wieder auf, jagten sich weiter, bissen sich gegenseitig im vollen Galopp ins Bein, stürzten wieder, überschlugen sich wieder und rannten wieder weiter. Zwischendurch jagten sie dem Ball hinterher, apportierten ihn wieder brav, um gleich darauf wieder hinter ihm herzulaufen.

Alle hatten Spaß (war aber echt sakrisch kalt im Gesicht).

Bis hierhin waren sie nur schmutzig und nur grau-braun. Aber dann entdeckten die beiden zwischen einem Acker und einem Feld eine ca. 1m breite Furche, die voller Wasser war. YIIIEEEHAAAAH – auf sie mit Gebrüll. Also ich meine, IN sie – und schon machten beide einen beherzten Köpper in die Brühe. Wohlgemerkt war das ihr erstes Vollbad überhaupt – also denkt Euch an dieser Stelle bitte einen kleinen Trommelwirbel und eine La-Ola-Welle dazu !

Die beiden tobten in diesem Wassergraben wie die Wilden und vergassen alles um sich herum. Dennoch hörten sie, wenn wir sie abriefen – was ja in DER speziellen Situation schon was zu bedeuten hat *stolz*. Es war wieder mal nur die Handykamera dabei – aber für ein paar „Actionfotos“ hat es trotzdem DICKE gereicht…

Somit war das für die beiden ein Wellness-Ostermontag mit Schlammpackung. Danach machten wir uns gleich auf den Heimweg – nicht, daß sich unsere beiden Wasserratten noch einen Schnupfen oder sonst was holen 😉 !

Daheim angekommen ging’s dann gleich ab in die Dusche, um mit warmem Wasser die (Schmutz-)Spuren des Ausflugs von gerade eben zu entfernen… Schee war’s und wir freuen uns schon auf den ersten Ausflug zum See 😀 !

Wenn man im Boden versinken möchte…

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Wenn man einen Hund hat – und noch schlimmer, wenn man ZWEI Hunde hat – und noch viel schlimmerererer, wenn man zwei WELPEN hat – gibt es Situationen, die einem peinlich sind. Manche Geschehnisse sind noch peinlicher. Und dann gibt es derartig prägende Erlebnisse, bei denen man sich nichts sehnlicher herbeiwünscht, als das Loch im Boden, in dem man klammheimlich und von einer Sekunde auf die nächste verschwinden kann…

Ich denke, es ist genauso, wie wenn man kleine Kinder hat – aus Ermangelung eines eigenen Kindes kann ich an dieser Stelle allerdings nur mutmaßen.

Wir waren also neulich eingeladen. Ein Dinner. Anlässlich eines schönen Feiertages. Gastgeber war ein Ehepaar, mit dem wir im Laufe der Zeit eine richtig gute Freundschaft aufgebaut haben. Wir haben uns auf den Abend gefreut – und Luke und Lily waren ebenfalls an Bord. Auf ausdrücklichen Wunsch der Gastgeber, denn die lieben die beiden kleinen Fellnasen geradezu 😉 !

Auf der Hinfahrt bellte es kurz von hinten und wir legten eine kleine Zwischenpause ein, um auf einem ruhigen Waldweg die beiden nochmal ihre Geschäfte verrichten zu lassen. Eigentlich super – die beiden melden sich immer, wenn’s pressiert. Das haben wir ihnen beigebracht und es klappt immer. Mittlerweile ausnahmslos. Danach stiegen alle Weberlis wieder ein und fuhren das letzte Stück zu dem schönen Haus in der Nähe des Sees. Umringt von anderen sehr schönen und großen Häusern und in der Gewissheit, daß hier durchaus auch der eine oder andere Zeläbriti (zu deutsch: Promi) wohnt, versucht man schon automatisch, sich angepasst zu verhalten, sprich aufrecht zu gehen, nett gekleidet zu sein und sich zu benehmen (okay, letzterer Punkt gilt eher für Luke, Lily und mich, und wir haben uns echt angestrengt).

Wir kamen also an, luden die zwei Kleinen aus und klingelten an der großen, massiven Holztür. Der Herr des Hauses öffnete uns und Luke und Lily – die hier ja schon 2-3 Mal waren und bislang auch immer sehr brav und anständig waren – rannten schwanzwedelnd und freudestrahlend hinein. Alles gut – die Gastgeberin hockte bereits auf dem Boden, um ihre Lieblingslabis gebührend zu begrüssen. Natürlich hielt sie auch gleich Luke’s und Lily’s bevorzugte Guttisorte in der Hand… also alles super.

Der Abend begann dann mit einem deliziösen (ich probiere es immer wieder, mich anzupassen) Aperitif und unsere Hunde benahmen sich immer noch gut. Lily rannte dauernd der Dame des Hauses hinterher, weil die meistens in der Küche verschwand, wo Lily anscheinend auf noch viel mehr Guttis hoffte. Ich schätze sogar, daß Lily dort den Ursprung einer niemals versiegenden Guttiquelle vermutet. Luke lag neben meinem Sessel und schaute sich das alles aus der nötigen Distanz an.

Als wir auf einen schönen Abend angestossen und unseren Aperitif ausgetrunken hatten, begaben wir uns hinüber zum Esstisch. Er war schön gedeckt, sehr geschmackvoll, mit sehr schönen und wertvollem Service. Der Tisch stand auf einem hellen Teppich, der sicherlich auch seinen Wert hatte – ganz bestimmt sogar. Neben der raumhohen, gut gefüllten Bibliothek und den schweren Sitzmöbeln passte dieser Teppich ausnehmend gut ins Bild. An dieser Stelle lasse ich nun zwei Leerzeilen, quasi eine gedachte Schweigeminute, um der Situation und dem Folgenden etwas mehr Gewichtung und Ausdruck zu verleihen.

Wir sassen also am Tisch. Die Gastgeberin war in der Küche mit dem Anrichten der Vorspeise beschäftigt, Lily half ihr im Rahmen ihrer sehr beschränkten Möglichkeiten und Luke lag/saß/keineahnungwasergemachthat unter dem Tisch. Wir unterhielten uns mit dem Hausherrn und es war eine angenehme Stimmung, ein angeregtes Gespräch. Neben uns der reich geschmückte Weihnachtsbaum – einfach ein herrlicher Abend. Dann – ein kleiner, kurzer, leiser (wirklich leiser !) Beller. Der Stimmlage nach zu urteilen kam er von Luke. Es ging aber irgendwie in der Unterhaltung unter, war auch nicht so fordernd wie sonst, wenn er unbedingt raus muss und auf sich aufmerksam macht. Wir schauten uns nur kurz an und waren uns in der nächsten Sekunde schon einig, daß das wohl nur ein kleiner „Ich-möchte-gerne-auch-etwas-zu-Essen-Beller“ war. Kennt man ja, passiert auch ab und zu mal – wenn auch selten.

Gefühlte Sekunden später passierte alles wie in Zeitlupe – tatsächlich waren es aber vielleicht ingesamt nur 5 Sekunden. Wenn etwas Peinliches passiert, dauert das für einen selbst aber immer besonders lange – das liegt in der Natur der Sache – quasi so, damit man diese peinlichen Momente auch wirklich „geniessen“ kann und auch bestimmt nicht das kleinste Detail davon verpasst.

Ich sah Moni an, Moni sah mich an, ihre Augen weit aufgerissen – wie Fernscheinwerfer eines LKW, der direkt vor Dir steht, leichter Anflug von Schnappatmung und der gestammelte Halbsatz „Luke…. der…. Luke…. der Luke hat…. da…. *schnauf* ….unter dem Tisch…. *japps* ….hier stinkt’s….“ und ich sah nach unten. Genau unter dem Tisch, genau in der Mitte, genau vor den Füssen des Hausherrn und – Ihr werdet es Euch gedacht haben – genau auf diesem wertvollen, hellen Teppich lag etwas, das so groß war, als wäre Luke seit seiner Geburt nicht mehr Gassi gegangen. Wie im Matrixfilm sprang Moni auf, schnappte sich Papier, verschwand elegant und kaum auffällig unter dem Tisch und brachte das alles in Ordnung. Im selben Augenblick erschien die Gastgeberin im Esszimmer und sah ihren Gast unter dem Tisch. Daneben der Hund, der mit leicht schiefgelegtem Kopf versuchte, das Szenario einzuordnen, was ihm angesichts seines Gesichtsausdrucks aber scheinbar nicht gelingen wollte. Der Hausherr und ich sahen uns an und mussten lachen. Die Dame des Hauses lachte lauthals mit und Moni – die mittlerweile aus dem Bad wieder zurück kam – sah anfangs noch sehr geschockt und peinlich berührt aus, musste dann aber mitlachen. Was wiederum Luke und Lily so gefiel, daß sie ebenfalls freudestrahlend um uns herum liefen.

Die leichte Gänsehaut, die durch peinliche Momente hervorgerufen wird, legte sich und die Atmung verlangsamte sich wieder. Der Abend konnte fortgesetzt werden – sicherlich ruhiger, da Luke und Lily ja alles losgeworden sind, was man jemals loswerden konnte…

Diese Geschichte wird uns noch sehr lange im Gedächtnis bleiben – ausgerechnet an diesem Abend, ausgerechnet bei diesen Gastgebern und ausgerechnet auf diesem Teppich. Aber andererseits wissen wir ja, daß es bestimmt noch viel peinlicher hätte werden können – „schlimmer geht immer“ heisst es ja.

Naja, ich denke, daß alle Hundebesitzer mal solche Erlebnisse haben müssen und bestimmt auch alle Hundepapis und -mamis ähnliche Stories berichten können. Im Nachhinein können wir mittlerweile zum Glück schmunzelnd von dieser Geschichte erzählen und sind nun wieder ein Stück lockerer und gewappneter, wenn wir irgendwo eingeladen sind.

Und ganz bestimmt werden wir beim nächsten – noch so leisen – Bellerchen sofort aufspringen und mit Luke und Lily rausgehen. Wer weiß, wozu es gut ist 😉 !

In diesem Sinne – schönen Sonntag Euch allen und viele Grüße von den Weberlis 😉 !

Trockene Nächte

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Lily: Also ein bisserle stolz sind wir ja schon auf uns. Anfangs, als wir hier eingezogen sind, waren wir noch richtig undicht – also RICHTIG undicht – und haben Herrchen und Frauchen eigentlich hauptsächlich auf dem Boden knieend und wischend erlebt. Das war natürlich auch nicht schlecht, denn so konnten wir ungehindert und permanent Ohrläppchen kauen, Haare durchwurschteln und am Gürtel herumbeissen. Das können wir jetzt nur noch, wenn wir alle auf der Couch sind – also zumindest wenn wir Herrchen und Frauchen etwas Platz machen, damit sie auch auf die Couch können. Meistens liegt unser ganzes Spielzeug dort und die beiden stehen ratlos davor und können sich nicht setzen 😉 !

Zurück zum Thema:

Nachdem wir für den um 500% angestiegenen Verbrauch an Wischtüchern, Küchenrollen (die wir übrigens immer gerne klauen und abrollen – am liebsten auch direkt WÄHREND Herrchen oder Frauchen gerade am Boden kniet und wischt) und Klopapier verantwortlich waren, können wir nun verkünden, daß wir quasi trocken sind. Also quasi. Manchmal geht halt doch noch was daneben. Besonders, wenn wir uns arg freuen oder wenn wir gerade aufwachen und nicht wissen wo und wer wir sind. Oder wenn wir gerade vom Gassigehen kommen und vor lauter Schnüffeln und Spielen vergessen haben zu pullern oder wenn wir wieder vor dem Napf erschöpft eingeschlafen sind oooder aber wenn Luke beim Spielen auf meinen Bauch springt oder wenn wir plötzlich alleine in der Wohnung sind und Herrchen unten im Büro ist. DA kann es noch sein, daß wir undicht sind. Aber sonst – ja SONST – sind wir ehrlich trocken. Und DAS ist super, denn Herrchen und Frauchen freuen sich wie Bolle darüber UND es riecht nicht mehr nach diesem blöden Putzmittel, das die beiden dann immer ganz hektisch überall verspritzt haben…

Was aber ehrlich gesagt der Hauptgrund für uns war, trocken zu werden, ist, daß wir nun durchschlafen dürfen. Herrchen wollte ja unbedingt bei uns im Wohnzimmer einziehen und bei uns schlafen. Und – Ihr werdet es kaum glauben – der ist spätestens alle zwei Stunden aufgestanden, hat uns aufgeweckt und dann mussten wir raus. Kein Witz – wir mussten da immer mit raus ! Bei Wind und Wetter. Nagut – meistens haben wir dann ihm zuliebe auch was gemacht, aber ER stand in Shorts und T-Shirt barfuß auf der Terrasse, hat irgendwie nicht so glücklich ausgesehen und hat NICHTS gemacht !!! Wir hätten es ja verstanden, wenn er auch gemusst hätte – aber NEIN, ER stand nur herum. Diese Menschen sind schon manchmal komisch.

Naja, jedenfalls hoffen wir jetzt, daß er auch wieder ruhig schläft – wir können ja schliesslich nicht immer mit ihm rausgehen 😀 !

Jetzt haben wir uns so geeinigt, daß wir uns vor die Terrassentür stellen und schon kommt einer von beiden und lässt uns raus. Beim Napf und der Guttibox klappt das leider nicht – da können wir noch so oft davorstehen, das bringt gar nichts – niemand füllt nach oder gibt uns Leckerlis. Aber wir stehen ja auch noch ganz am Anfang der Erziehung von Herrchen und Frauchen 😉 !

Der erste Regenspaziergang

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Sonntag Abend, 22.00 Uhr. Es ist dunkel, relativ kalt und…. ES SCHÜTTET !

Luke und Lily haben gerade ineinandergewurschtelt geschlafen und werden so langsam wieder wach. Jedenfalls raufen sie schon wieder – zwar noch einigermaßen träge, aber immerhin. Wir ziehen uns langsam an – erste Schicht warm, zweite Schicht funktional, dritte Schicht regendicht. Zwiebellook in Perfektion. Muß ja nicht gut aussehen, sondern funktionieren.

Die beiden schauen etwas skeptisch – wahrscheinlich erinnern sie sich noch daran, daß wir uns vor ca. 1,5 Stunden erdreistet haben, sie hinaus zu schicken. Das war ein wirklich SEHR vorwurfsvoller Blick, als Lily sich an der Hauswand Richtung Beet schmuggelte, um nur ja keinen Regentropfen abzubekommen. Aber letztendlich hat sie wohl eingesehen, daß ein paar Tropfen von oben und ein Pfützchen im Beet um Längen besser sind, als trockenen Fußes einen See ins Wohnzimmer zu machen. Braves Mädchen – wird ja langsam.

Nur jetzt sprechen wir nicht mehr nur von Regentropfen, sondern von einem waschechten Sauwetter.

Wir streifen den beiden ihre Geschirre über, leinen sie an und machen die Haustür auf. Uiuiuiuiui – DAS war den beiden nicht klar… Ich trage sie die drei Stufen zum Weg hinunter und setze sie auf den Boden. „Brrrrr – Herrchen, Du spinnst doch.“ Sehr widerwillig setzen sie sich in Bewegung. Luke braucht keine 27 Sekunden, um gegenüber auf dem Grünstreifen dicht an den Zaun der Koppel gedrängt sein Geschäft zu verrichten. Dabei sieht er mich permanent an, denn wenn er eines bis jetzt gecheckt (und zwar sehr schnell gecheckt) hat, ist es die Tatsache, daß Herrchen erstens in einen wahren Freudentaumel verfällt, wenn Luke draußen „etwas macht“ und Luke zweitens dann immer gleich ein Leckerli bekommt. Kaum war das Leckerli inhaliert, zog er auch schon wieder Richtung Haustür. Gar nicht doof, der Kleine 😉 ! Aber da wir ja Gentleman und Gentlehund sind, begleiten wir die beiden Ladies eben noch, bis auch Lily „etwas losgeworden“ ist.

Daheim angekommen werden die beiden abgeputzt, trockengerubbelt (was ihnen SEHR viel Spaß bereitet !) und nochmals ausführlich gelobt. Mal sehen, wie es morgen sein wird… 😉

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