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Wie alles begann

Chris: Wir hatten früher immer Haustiere – Wellensittiche, Meerschweinchen, Katzen, sogar kurzzeitig einen Raben, den wir aufgepäppelt haben und der draußen in einer Voliere „wohnte“.

Auch zwei Hunde hatten wir und ich bin quasi mit ihnen aufgewachsen. Einen hatten wir aus dem Tierheim geholt (mein Vater musste sich damals dem Druck und den Überredungskünsten von meiner Mutter, meiner Schwester und mir geschlagen geben) und der andere lief uns viele, viele Jahre später in Kroatien im Urlaub über den Weg – und blieb uns.

Später, als ich dann alleine wohnte, kamen die Katzen – Gina und Felix. Felix ging 2008, Gina schlief 2012 ein. Es war eine lange Zeit, in der es daheim recht ruhig war. Meine Frau und ich hatten zwar endlich Zeit für uns und konnten Dinge tun, die mit einem Haustier nunmal nicht gehen – oder zumindest einiges an Organisationsaufwand bedeuten würden – aber irgendwie fehlte etwas. Niemand bog um die Ecke, wenn man in der Küche die Kühlschranktür aufmachte und niemand legte uns demonstrativ und auffordernd ein Spielzeug vor die Füsse, ging zwei Schritte zurück und wartete ganz gespannt darauf, dass man es warf. Die Kuschelattacken von Gina am Abend auf der Couch gab es nicht mehr und niemand schnurrte einen an, wenn man nur nett schaute. Das alles fehlte irgendwie unheimlich und der Wunsch nach einem neuen Begleiter, einem neuen Freund und einem neuen Familienmitglied wurde immer größer und immer lauter.

Eine neue Katze nach Hause zu holen kam für mich irgendwie noch nicht in Frage – das ging einfach nicht. Dazu war das mit Gina viel zu frisch. Mein größter Wunsch war es jedoch schon sehr lange, endlich wieder einen Hund zu haben. Abgesehen davon, daß ich Hunde einfach schon immer über alles liebte und ich es mir tatsächlich als eines meiner Lebensziele gesetzt hatte, einen großen Hund zu haben, gab es da noch ein paar weitere Gründe und Vorteile: Ein Hund würde mich ZWINGEN, endlich mal wieder rauszugehen. Regelmässig bewegen, an die frische Luft. Er wäre ein Freund und ein Lebewesen, das eine starke und konsequente Hand genauso brauchen würde wie jemanden zum Beschützen und auch zum Beschütztwerden.

Während meiner Träumereien die ganzen Jahre kristallierten sich gewisse Hunderassen heraus, die mir am besten gefielen. Das waren:

  • Rhodesian Ridgeback (ein wunderschönes Tier – aber vom Wesen leider gänzlich ungeeignet für uns, wie ich mir irgendwann schweren Herzens eingestehen musste)
  • Golden Retriever (der perfekte Familienhund – aber für meinen Geschmack ein zu langes Fell und damit schon wieder schwieriger von der Fellpflege. Ich mag lieber Hunde mit kurzem Fell)
  • Dobermann (ebenfalls wunderschön, aber nicht unbedingt die erste Wahl als Familienhund, gerade wenn man auch noch Nachwuchs plant)
  • Labrador

Letzterer, der Labrador, vereint eigentlich alles, was in meinen Augen den perfekten Hund ausmacht. Er ist wunderschön, sehr treu und braucht viel Bewegung. Er ist groß, aber nicht zu groß wie eine Dogge, ein Berner Sennenhund oder Bernhardiner ! Er ist gelehrig und ein zuverlässiger Familienhund. Und er ist einfach nur schön – hatte ich das schon erwähnt ☺ ? Im Bekanntenkreis gibt es eine Labradorhündin, die ist toll. Von ihr habe ich viel mitbekommen, den Erzählungen über sie und ihre Entwicklung gerne gelauscht.

Die ersten Oktoberwochen waren also geprägt von Internetrecherchen, vom Durchforsten von gefühlten hundert Internetseiten und dem Durchschauen von zig Hundebildern. Vor- und Nachteile wurden durchdiskutiert, manches einfach wegdiskutiert. Pläne wurden geschmiedet. Wir waren auf den offiziellen Seiten aller Tierheime im Umkreis von 250km und hatten auch Kontakt mit ausländischen Tierhilfsorganisationen, die Streuner und hilfsbedürftige Hunde an neue Familien in Deutschland vermitteln. An dieser Stelle nochmal liebe Grüße und ganz großen Respekt an Euch für Eure tolle und kontinuierliche Arbeit !!!

Eher durch Zufall ergab es sich dann, daß wir die Gelegenheit bekamen, uns sehr kurzfristig Labradorwelpen anzusehen. DAS konnten und wollten wir uns nicht entgehen lassen und wir machten uns am darauffolgenden Tag auf den Weg…

Snowball

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Ein kleiner weißer Labradorwelpe im weißen Schnee – er jagt jede einzelne Schneeflocke…

Nachwuchsgärtner bei der Arbeit

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Ein Glück, daß wir nun zwei Landschaftsgärtner in der Familie haben, die sich um die Pflege der Pflanzen kümmern…

Zwei wie Pech und Schwefel

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Gerade noch gerauft wie die Wilden und im nächsten Augenblick schon wieder gemeinsam beim Spielen…

Ladies first…

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Eigentlich habe ICH das Stöckchen gefunden und somit gehört es MIR. Aber ich bin ein Gentlehund und somit lasse ich Lily damit abzischen…

Zwei Hunde, Ein Stöckchen

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Wie immer haben sie zusammen draußen gespielt und – natürlich – haben sie auch wieder was gefunden. Diesmal ein Stöckchen, um das sie sich dann rauften…

Couching mit Stoffhund…

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Zwischendurch wird immer wieder zur Lieblingsstelle auf der Couch zurückgekehrt, wo auch die Hundekissen liegen. Und ab und zu nimmt man sich dann auch ein Spielzeug oder Kuscheltier mit…

Beim Spielen eingeschlafen…

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Der kleine Stoffhund war von Anfang an der Liebling der beiden – und jetzt wacht er natürlich über ihren Schlaf…

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