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NUR mit Kuscheltier !

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Uns bietet sich nach wie vor das gleiche Bild, wenn Luke und Lily schlafen: Entweder sie liegen ineinander zu einem einzigen kleinen Labradorhaufen verwurschtelt zusammen oder aber auf einem ihrer Kuscheltiere. Alleine schlafen oder ganz ohne Kuscheltier geht einfach nicht.

Das machen sie so, seitdem wir sie mit 8 Wochen nach Hause geholt haben.

Gestern Abend hat Lily wieder mit dem Kopf auf Luke geschlafen. Luke bekam dann Schluckauf – und nicht mal, als Lily nach einer Minute immer noch mit dem Kopf im Takt zum Schluckauf mitwackeln musste, hat sie sich anders hingelegt *lach* !

Auch auf der Couch – wenn sie dann mal zum Kuscheln hochkommen dürfen – wird dann natürlich auch so zusammengerollt geschlafen. Körperkontakt ist eben ganz wichtig… 😉

Der Einzug – aus zwei mach vier

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Lily: Herrchen parkt das Auto rückwärts vor der Garage und steigt aus. Er geht ums Auto herum und öffnet die Tür bei uns. Frauchen nimmt mich auf den Arm und Herrchen nimmt den rosa Korb (ich weiß genau, wie Luke über diese Farbe denkt, hihi ☺ !) mitsamt Luke und dann gehen die beiden mit uns ins Haus. Die Wohnungstür öffnet sich und auf den ersten Blick stellen wir eins fest: Hier sieht es nach viel Platz aus. SEHR viel Platz. Die beiden setzen Luke und mich ab und wir dürfen alleine und zu Fuß – nein, zu Pfote – die Wohnung inspizieren. Natürlich zücken die beiden wieder ihre Handies und fotografieren jeden vermeintlich tollen und lustigen Schritt von uns.

Hier ist echt einiges geboten. Als Erstes fällt uns das gaaanz große Kuschelbettchen im Wohnzimmer auf. Das ist so hellbraun und hat lustige Tierpfoten drauf. Und das Tollste: Auf dem Bettchen liegt Spielzeug für uns – ein brauner Stoffhund. Sofort vergessen wir alles um uns herum und sind von einer Sekunde auf die andere in unser Spiel vertieft. Hey – wir sind Labradore, wir können Kuscheltieren einfach nicht widerstehen !

Plötzlich quietscht es. Luke hat dem Kuschelhund in die Pfote gebissen und daraufhin hat er gequietscht. Cool ! Vorher bei Mami hatten wir einen Ball, der konnte auch quietschen. Fast hätten wir es mal geschafft, eine Melodie zu quietschen. Das werden wir hier bestimmt perfektionieren ☺ !

Während Luke noch weiter mit dem Hund beschäftigt ist und sich auf dem Bettchen von einer Seite auf die andere rollt und ganz offensichtlich zufrieden ist, fällt mir wieder ein, daß die Erkundungstour noch lange nicht beendet ist. So mache ich mich weiter auf den Weg und schaue mir alles genau an.

In der Küche steht bereits ein Napf mit Wasser – die sind echt auf Zack ! Nach der stundenlangen Autofahrt (Anm. d. Red.: Es waren immer noch nur 32 Minuten !) habe ich ganz schön Durst bekommen. Mein Geschlabber (leise ging nicht, es musste schnell gehen) hat Luke von seinem Stoffhund abgelenkt und ebenfalls in die Küche gelockt. Er hängt seinen Kopf ebenfalls in den Napf und säuft wie ein Loch. Junge, Junge – danach sieht’s hier schon mal aus, als hätte einer von uns eine Arschbombe mitten in den Wassernapf gemacht. Dann wandert mein Blick weiter und ich entdecke noch zwei Näpfe. Wow, was ist DAS denn – wen erwartet Ihr denn noch hier ? Einen Grizzly ? Klar, wir sind Labradore und auch klar, wir wachsen noch ein erhebliches Stück. DANN sind diese Riesennäpfe durchaus toll, bestimmt. Aber jetzt muß ich ja meine Wanderstiefel anziehen, wenn ich kleine Maus zu Fuss durchlatschen wollen würde. Das haben Frauchen und Herrechen eindeutig zu gut gemeint. Aber egal, Hauptsache die Näpfe sind immer gut gefüllt ☺ !

Begleitet werden alle unsere Schritte von Herrchen und Frauchen, die sich schon wieder mit ihren Handies bewaffnet haben und laufend Fotos von uns machen. Weiter geht die Tour in den Flur zurück, dann ins Schlafzimmer und ins Bad. Da finden wir eine Dusche, in die sogar wir kleinen Welpis ebenerdig laufen können. Sehr gut, denn Dusche = Wasser, und wir Labis lieben schliesslich Wasser ☺ !

Luke erscheint neben mir und sieht mich fragend an. Ich weiß schon, was er meint – er will unbedingt wissen, was denn nun mit dem Garten ist. Und als hätten unsere neuen Menschen unsere Gedanken gelesen, werde ich von Frauchen genommen, Luke von Herrchen und schon geht es raus auf die Terrasse. Mööönsch, ist DAS schön hier ! Wir hören Vögel zwitschern und das Laub der Bäume rascheln. Die Sonne strahlt mit Herrchen und Frauchen um die Wette, sodaß wir die Augen etwas zukneifen müssen, so hell ist das. Die beiden setzen uns nebeneinander ins saftige Gras (ein Glück, hier ist kein „Rasen“, sondern eine richtig schöne Wiese. Das heißt, wir werden hier ausgelassen spielen und toben können…) und lassen uns einfach selbst weiter den Garten entdecken. So viele neue Gerüche und Eindrücke, es ist zu schön hier… Herrchen filmt uns sogar. Und jedesmal, wenn ich vor lauter Begeisterung vergesse, daß ich abwechselnd beim Laufen eine Pfote vor die andere setzen muß und es mich wieder waffelt oder ich mich nicht wirklich elegant überschlage, lachen sich die beiden schlapp.

Hinter dem Haus fällt uns sofort eine Stelle auf, wo man die blanke und trockene Erde sehen kann. Da sind bestimmt ein paar spannende Sachen vergraben, extra für uns, und wir sollen sie ausgraben, nicht wahr ? Ist doch so, oder ? Klasse – aber darum kümmern wir uns später. Wir sehen in der Wiese einen großen Ball liegen. Natürlich viel zu groß, um ihn zu tragen oder überhaupt greifen zu können, aber zumindest kann man ihn ronaldo-like herumschussern. Dieser Grünstreifen mit den hübschen Blümchen zwischen Wiese und Terrasse ist bestimmt unser Klo. Kann nicht anders sein. Und da ich heute schon lange auf den Beinen bin, viel erlebt habe und vorhin auch noch viel getrunken habe, muß ich schleunigst was loswerden. Also ab durch die Hecke – ähh, ins Beet und hinhocken. Aaaaah, tut das gut. Herrchen und Frauchen verfallen mit einem Schlag in einen Freundentaumel und loben uns wie Bolle. Das gefällt uns. Wir wollen schliesslich unseren Menschen immer gefallen. Ich laufe zu Frauchen und hole mir ein paar Streichler ab. Luke hat zwischenzeitlich ebenfalls gepullert – er allerdings im Beet in der hintersten Ecke im Garten – und wird gerade von Herrchen gelobt. Die finden das echt toll…

Im restlichen Tagesverlauf erholen wir uns erstmal und schlafen fast eine ganze Stunde, dann spielen und raufen wir, dürfen wieder raus in den Garten, setzen unmittelbar danach „aus Versehen“ das Wohnzimmer unter Wasser und bekommen auch noch leckeres Essen, welches wir heisshungrig verschlingen. Hier gibt es genau das gleich Essen wie vorher in unserem ersten Zuhause. Das ist super.

Später bekommen wir dann unseren ersten Besuch – es sind Omi und Opi, also die Eltern vom Herrchen. Auch die sind begeistert von uns und wir werden wieder beschmust wie sonst was. Herrlich. Alle freuen sich immer richtig doll, wenn wir uns ganz normal bewegen. Scheinbar sieht das ulkig aus, weil wir noch nicht ganz so koordinierte Bewegungsabläufe haben. Aber das wird noch.

Heimfahren, nachdenken, Fressnapf leerkaufen…

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Innerlich völlig überfrachtet mit all den neuen Eindrücken, Bildern und Erlebnissen fuhren wir wieder zurück gen Heimat. Diese Welpen waren so dermaßen süß – das ging mittenrein ins Herz. Wir sind da ja beide recht anfällig 😉 !

Die Labimama war auch sehr schön, goldig und SEHR stolz auf ihren Nachwuchs. Ein wirklich angenehmer Besuch. Wir fuhren also so dahin und es sprudelte nur so aus uns heraus. Wir diskutierten über ein neues Leben mit Hund. Wir gingen in Gedanken schon durch die Wohnung und versuchten uns vorzustellen, was wie wo stehen sollte. Was würden wir brauchen ? Was würde es geben ? Welche Versicherung, wieviel kostet die Steuer, etc. ! Tausend Fragen, alles auf einmal, der Kopf drohte zu platzen.

Wir nahmen uns vor, auf dem Heimweg noch einen kurzen Abstecher zum Fressnapf zu machen – dort waren wir nicht mehr, seitdem es Gina nicht mehr gab. Irgendwie ein komischer Moment, als wir den Laden betraten. Wir wollten ja nur „schauen“. Einfach mal bummeln und „herumgucken“. Als wir dann so durch die Gänge liefen, fielen uns viele tolle und natürlich unbedingt wichtige und lebensnotwendige Dinge auf. Irgendwann drehte ich mich zu meiner Frau um und sagte nur „magst mal nen Wagen holen ?“. Tja – und der Wagen war – so schnell konnten wir gar nicht schauen – voll bis obenhin:

  • Großes, flauschiges Bettchen mit Pfotenmotiven
  • 3 Edelstahlnäpfe (Futter und Wasser)
  • 2 Halsbänder aus Nylon, die gut verstellbar sind (Welpen wachsen halt recht schnell)
  • 2 Leinen aus Nylon
  • Leckerlis (gesund, ohne Zucker, etc.)
  • 15kg Sack Welpenfutter (das gute von Bosch), das bereits gefüttert wird – also bloß keine Futterumstellung. Ist für einen Welpen eh‘ schon stressig genug, da muß nicht auch noch das Happa-Happa anders sein als gewohnt.
  • Trinkflasche für unterwegs, wo der Hund aus dem Verschluss trinken kann
  • Kotbeutel 10er Pack
  • etc.

Wir standen an der Kasse, zahlten den ganzen Berg und gingen zum Auto. Dort angekommen hielten wir kurz inne, sahen uns an und ich sagte zu meiner Frau: „Wir haben gerade für ZWEI Hunde eingekauft. Müssen wir noch diskutieren ?“ Sie sagte nur: „Nö, ich denke, wir wollen beide das gleiche.“

Tja – und so haben wir uns zuerst innerlich, jeder für sich, und dann ganz offiziell dazu entschlossen, ZWEI Welpen zu nehmen, und zwar das Geschwisterpärchen. Zum einen Luke, der von Anfang an bei mir im Arm lag und dort gleich eingeschlafen ist und zum anderen Lily, die sich vom ersten Moment an meine Frau als neues Frauchen ausgesucht hatte.

Uns schwante zwar schon, daß sich jetzt gerade unser ganzes Leben geändert hatte und daß auf uns eine schier riesige Menge an Herausforderungen wartete und einprasseln würde, aber so what – wir konnten die beiden einfach nicht trennen. Wir konnten uns auch nicht nur für einen entscheiden und den anderen zurücklassen. Das hätten wir beide nicht über’s Herz gebracht. Und somit gaben wir uns und den beiden die Chance, das neue vierköpfige Dreamteam zu werden.

Am Spätnachmittag riefen wir bei den Besitzern an und sagten Bescheid, das wir BEIDEN Welpen ein neues Zuhause schenken möchten und sie nach Möglichkeit gerne gleich am nächsten Tag abholen würden. Die Freude am anderen Ende der Leitung war groß und den Rest des Abends verbrachten wir dann damit, die Wohnung schon mal etwas hunde- und vor allem welpengerecht „umzugestalten“ ☺ !

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