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Osterhase und Ochsenmaul

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Schon wieder ein Menschenbrauch. Schon wieder ein Feiertag, den wir noch nicht kennen, an dem aber wohl was Tolles passieren soll…

Schon seit ein paar Tagen erzählt man Lily und mir, daß heute Ostern ist. „Wenn Ihr brav seid, dann kommt der Osterhase“ – solche Sachen wurden uns erzählt. UNS, die wir doch quasi immer brav sind. Naja, das ist – muß man ehrlicherweise sagen – zwar Auslegungssache, aber im Großen und Ganzen sind zumindest WIR ganz zufrieden mit uns 🙂 !

Zurück zum Thema. Heute ist es also soweit, unser erstes Ostern. Nach all den Vorschusslorbeeren für diesen Tag waren wir dann doch einigermaßen gespannt und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Und prompt zauberten Herrchen und Frauchen plötzlich aus der Abstellkammer (!) zwei große Päckchen. Öha, jetzt wurde es spannend. Der Osterhase hat also zwei Päckchen für uns in der Speisekammer versteckt. Dem halbwegs intelligenten Labradorkind drängen sich nun zwei Fragen auf: Erstens – wie ist der Hase in UNSERE Wohnung gekommen und warum ausgerechnet in die Abstellkammer – vorbei an unseren Näpfen ? Wie konnte uns so etwas passieren bzw. entgehen ? Und zweitens – wie zum Henker ist er da wieder rausgekommen ? Die Türe der Abstellkammer war ja wieder säuberlich verschlossen. Hmm… jetzt wird’s langsam spooky.

Herrchen und Frauchen packten die beiden Tüten aus und gaben uns – mit dem üblichen, völlig überflüssigen Befehl „SI-HITZ !!!“ verbunden – ein OCH-SEN-MAUL ! Jedem ein eigenes. Wow. Wir nahmen es ganz vorsichtig und andächtig und verschwanden damit ins Wohnzimmer. „Die Dinger riechen fast wie Krustenbraten oder Wammerl“ (was immer das auch sein mag), hörten wir Herrchen noch sagen. Somit durften wir also problemlos damit in der Wohnung spielen. Man weiß mittlerweile, daß wir unsere Sachen vergraben – deshalb haben wir von höchster Stelle die Erlaubnis, DRINNEN zu bleiben 🙂 !

Herrlich – die Dinger schmecken wahnsinnig gut. Wir mögen Ostern und sind schon SEHR gespannt, was die Menschen noch so an lustigen Bräuchen zu Tage fördern 😀 !

Jedenfalls wünschen Lily, Herrchen, Frauchen und ich Euch noch ebenso tolle Ostern !!!

Euer Luke

Die Büffelhautknochenzeremonie

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Eigentlich wollte ich dieses Erlebnis aus der Sicht von Luke oder Lily posten – aber um meine anfängliche Enttäuschung so richtig beschreiben und verdeutlichen zu können, muß ich es doch selbst schreiben. Aber alles der Reihe nach.

Am Samstag haben wir bei unserem Lieblingsfressnapf in FFB-Buchenau zwei Kauknochen für unsere Kleinen gekauft. DIE ERSTEN KAUKNOCHEN, chakka ! Und zwar nicht so kleine Babyknöchelchen, sondern richtige – ca. 22cm lang ! Es sollte eine feierliche Überreichung sein, ich wollte das irgendwie zelebrieren… hmpf…

Von unseren vorherigen Hunden Tobi und Benny weiß ich noch, daß solche Kauknochen immer ein Highlight waren. Freude pur, Schwanzwedeln im 360°-Modus, helle Aufregung. Genauso hatte ich mir das auch ausgemalt – gerade bei so süßen kleinen Welpen. Mei, hab ICH mich auf diesen Moment gefreut – wie ein frisch paniertes Schnitzel.

Nachdem wir am Samstag erst bei der Welpenspielstunde waren und die beiden sich ausgepowered hatten, wir danach kurz einkaufen waren und es, als wir daheim ankamen, bereits dämmerte, haben wir uns dazu entschlossen, die beiden sich erstmal ausruhen zu lassen und mit der Kauknochenübergabezeremonie bis zum Sonntag zu warten. Der Sonntag wartete dann mit dem größten Sch***wetter überhaupt auf – aber wir gingen trotzdem mit Luke und Lily mittags spazieren… Randnotiz: Wäre Lily ihrem Bruder unterwegs nicht auf den Kopf gesprungen, wäre wenigstens DIESER Körperteil sauber und NUR naß geblieben. Aber so hatten wir eben zwei matschige, braune und durchnässte Mäuse, die wir – wieder daheim angekommen – erstmal einigermaßen in den Urzustand zurückversetzen mussten.

Ich liess sie danach 1-1,5 Stunden schlafen. Als ich aber irgendwann ZU hippelig wurde und alle zwei Minuten von der Couch zum Hundebettchen hinüberspähte, ob sie endlich wieder wach wären, entschied ich, die Knochen zu holen und aktiv die Zeremonie zu starten. Ich packte die Knochen aus – jahahaaaa, ZWEI, denn sonst gibt es wieder Zankereien – und setzte mich voller Vorfreude auf den Boden. In jeder Hand ein Knochen. Ich raschelte damit, ich klopfte damit auf den Boden. Nichts. Ich rief leise „Luke, Lily“. Nichts. So langsam sackten meine Schultern nach unten – DEN Augenblick hatte ich mir eher wie ein rauschendes Hundefest vorgestellt und nicht wie ein Alleinunterhalter vor Null Zuschauern. Naja, „Null Zuschauer“ ist nicht richtig. Moni saß auf der Couch und versteckte ihr Gesicht hinter ihrem Notebook, damit ich ihr Schmunzeln nicht sehen konnte…

Die beiden kleinen Felltorpedos waren tatsächlich zu müde, um diese Knochen zu nehmen und sich darüber zu freuen. Wenigstens Lily gab sich einen Ruck und tat so, als wäre sie ETWAS interessiert. Sie stand ungelenk auf, streckte sich, gähnte herzhaft, kam zu mir, schnupperte am Knochen, sah mich an, sah wieder den Knochen an, gähnte nochmal und ging dann in Zeitlupe wieder zurück zu Luke, um neben ihm zusammenzubrechen und in der nächsten Sekunde wieder tief zu schlafen. Super. Warum ich ? Das war gemein. Ich war schon soweit, SELBST mit den Knochen zu spielen – aber irgendwie brachte es das auch nicht.

Naja – so nahm ich die beiden Büffelhäutlinge, parkte sie auf dem Schrank und setzte mich leicht schmollend wieder auf die Couch.

Wer Welpen kennt, weiß, daß die einen komatösen Schlaf haben und nicht nur recht schnell erschöpft sind, sondern auch SEHR tief schlafen können. Somit hatte es einfach keinen Sinn, sie zum Spielen zu „überreden“.

Nun gut, weitere 1,5 Stunden später regte sich ENDLICH etwas auf dem Hundebett und die beiden wurden wach. Sofort hechtete ich mit einer angedeuteten Flugrolle Richtung Schrank und holte freudestrahlend die beiden Knochen. JETZT sah die Sache schon anders aus: Luke und Lily sassen recht aufmerksam vor mir, wedelten noch etwas benommen mit dem Schwanz, aber merkten genau, daß jetzt etwas fast schon Episches kommen würde. 4 große runde schwarze Knopfaugen starrten mich an und folgten jeder Bewegung meiner Hände. Jeder nahm seinen Knochen behutsam und ganz vorsichtig und verschwand damit sofort aufs Bettchen. Danach vernahmen wir bis zum Abend nur noch glückliches Knabbern, Katschen und dann und wann ein leises Grummeln, wenn der eine dem anderen zu nah an dessen Knochen kam…

Zwischenfazit nach dem ersten Tag mit zwei Büffelhautknochen im Haus:

  1. Die Dinger riechen zum Glück nicht schlecht – also eine ECHTE Alternative zu den bösen Ochsenziemern
  2. Die Kleinen sind zufrieden und „aus dem Verkehr gezogen“
  3. Die Knochen machen in Verbindung mit Laminat RICHTIG viel Krach – was aber zumindest die beiden Fellnasen nicht stört.
  4. Es war eine gute Idee, daß jeder Welpe seinen eigenen Knochen hat. Es gibt ja sogar mit ZWEI Knochen teilweise schon Ärger – wie wäre das dann mit nur EINEM Knochen geworden ?
  5. Wenn Dein Hund nach dem ausgiebigen Kauknochenknabberspiel zu Dir kommt, um Dich zu beschmusen, dann schau Dir immer erst seine Schnauze an – dort kleben nun nämlich gerne mal lustig matschige Knochenreste, die Du sonst im Gesicht hättest… 😉

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Das musste sein:

Bloß nicht fallen lassen…

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Solange dieser Knochen nicht bis auf den letzen Brösel aufgefuttert war, wurde er nicht aus den Augen, geschweigedenn fallen gelassen… 🙂

Picknick in der Wiese

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Naja, ein richtiges Picknick war es zwar nicht – aber lecker war der Knochen, den Luke da zu seinem ersten Geburtstag bekommen hatte, trotzdem…

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