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Endlich wieder komplett !!!

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Wieder mal kommt ein Blogbeitrag mit ein paar Tagen Verspätung – in diesem Falle müsst Ihr aber Nachsicht haben, denn wir waren ZU sehr damit beschäftigt, uns darüber zu freuen, daß wir ENDLICH wieder komplett und vollständig sind 🙂 !

Also, Luke ist wieder da ! Mit jedem weiteren Tag, an dem Luke bei meinen Eltern war, wussten wir zwar, daß es ihm hervorragend geht und er von A-Z und nach Strich und Faden verwöhnt wird, aber die Sehnsucht nach diesem Fellzwerg (schrob ich eben wirklich „Zwerg“ ???) wuchs natürlich auch. Wir vermissten unseren Luke unglaublich.

Täglich kraulten wir Lily an der Schwanzwurzel, um die Reaktion zu testen und waren immer wieder enttäuscht, als er immer noch zur Seite wegging – was ja ein sicheres Zeichen dafür ist, daß die läufige Hündin mehr als „bereit“ ist. Irgendwann dann – gefühlt Jahre später – bewegte sich der Schwanz eben nicht mehr (bzw. nur noch minimal, was ich allerdings auf das permanente Wedeln zurückführte) und das Höschen lag eh‘ schon gewaschen und sauber zusammengelegt in Lily’s Kleiderschrank (schmunzel). Es war soweit, die Läufigkeit war überstanden !!!

Sofort telefonierte ich mit meinen Eltern und kündigte meinen Besuch und damit das Abholen von unserem Kleinen an *freu*.

Lily hat natürlich gemerkt, daß etwas im Busch ist und war irgendwie gleich mal solidarisch mitaufgeregt.

Ich setzte mich also in mein Auto, fuhr – bei DER Vorfreude im Gepäck wirklich bestens gelaunt – zu meinen Eltern und liess mich erstmal in gewohnter Manier von Luke im Hausflur überschwänglich begrüssen und umschmeissen. Okay, ich war unvorsichtig – aber er hat’s geschafft 🙂 !

Und dann waren sie da, die zwei Seiten der Medaille: ICH war glücklich, meinen kleinen Luke wieder zu haben und meine Eltern waren regelrecht unglücklich und traurig, Abschied von ihrem Interims-Untermieter nehmen zu müssen. Klar – man gewöhnt sich nur zu schnell an ein Haustier und der gesamte Tagesablauf wird im Nu auf den Kopf gestellt und auf den kleinen Vierbeiner abgestimmt. So leid es mir tat – ich musste Luke einfach wieder mitnehmen. Ging gar nicht anders. Frauchen und Lily warteten schliesslich auch !

Schnell waren die ganzen Sachen von Luke eingepackt (Näpfe, Bettchen, Decke, Futter. Ein paar Spielsachen nahm ich mit, ein paar liess ich dort – denn ab und zu kommen die beiden ja zu Omi und Opi zu Besuch !) und wir gingen zum Auto. Luke nahm in seiner Junior-Suite im Kofferraum Platz und nach einer kurzen (aber heeeeeerzzerreissenden) Abschiedszeremonie fuhren wir los.

Wie ich im Rückspiegel sehen konnte, saß der kleine Mann die ganze Fahrt über gemütlich an die Rücksitzlehne angelehnt entgegen der Fahrtrichtung und beobachtete so den Verkehr hinter uns. Natürlich musste ich auch wieder spasseshalber den Heckscheibenwischer einschalten, denn dann geht der Hundekopf – wie beim Zuschauer eines Tennismatches – permanent links-recht-links-rechts…. 😀 ! Klappt übrigens auch mit ZWEI Hundeköpfen *lach* 😀 !

Die Autofahrer hinter uns hatten auch ihren Spaß und winkten ab und zu Luke zu. Auch irgendwie nett – gesehen hat er das zwar vermutlich nicht, aber egal. Mir hat’s gefallen.

Daheim angekommen holte ich Luke aus dem Kofferraum und brachte ihn ins Haus. Ich leinte ihn ab und Luke rannte los. Erst ins Schlafzimmer, dann ins Bad, dann durch den Flur ins Wohnzimmer. Keine Lily, kein Frauchen. Blöd. Ich hörte am Schnaufen von Lily aber, daß die beiden in der Küche sein mussten. Luke hörte das auch und galoppierte wie ein Irrer hinüber und sah endlich seine Lily wieder. Mei – Ihr könnt Euch diesen Augenblick nicht vorstellen, diese wahnsinnige und ehrliche Wiedersehensfreude… Unglaublich. Die beiden stiegen aneinander hoch, umarmten sich regelrecht, schleckten sich ab, gaben sich Bussis, rannten Schulter an Schulter durch die Wohnung, überschlugen sich, rappelten sich wieder auf, rannten wieder zurück, schnupperten aneinander und schnauften wie alte Dampfloks… Das war wirklich ein richtiger Gänsehautmoment. So hatten wir uns das vorgestellt und man merkte, daß die beiden JETZT wieder komplett waren. Klar – sind ja auch Geschwister, quasi Zwillinge 🙂 !

Die Vermutung unserer Tierärztin bzw. ihrer Kollegin, daß Luke im siebten Himmel schweben würde, wenn er nach Hause kommt und dort alles nach leckerer läufiger Hündin duftet, bestätigte sich zwar nicht ganz so sehr wie wir uns das ausgemalt hatten, aber er fühlte sich trotzdem pudelwohl und inspizierte gleich alles.

Abschliessend können wir nach „unserer“ ersten Läufigkeit folgendes festhalten:

  • es war eine spannende und SEHR lehrreiche Zeit.
  • wir danken meinen Eltern Tausend Mal für die super Unterstützung, ohne die es gar nicht funktioniert hätte !
  • wir haben Luke so dermaßen vermisst, das hätten wir nie geglaubt.
  • zwei Hunde machen definitiv mehr Sinn als einer 😉
  • dank der Beratung von Gaby (Hundeschule Olching-Esting) und unserer Tierärztin Fr. Dr. Pitschi (Kleintierpraxis Pitschi) haben wir uns zu keiner Zeit alleine gelassen oder mit der neuen und unbekannten Situation überfordert gefühlt. Danke auch an Euch !
  • Das war definitiv die LETZTE Läufigkeit 😉 !

So, jetzt ist hier wieder richtig Leben in der Bude und wir freuen uns auf die nächsten neuen Erlebnisse und Phasen, die auf uns als Hundeeltern zukommen werden.

Viele liebe Grüße und Euch allen einen schönen 1. Mai 🙂 !

Eure 4 Weberlis

Wiedersehensfreude

2013-04-13 13.14.30

Mit ein paar Tagen Verspätung muß ich Euch von diesem wunderschönen Wiedersehensmoment mit Luke erzählen 😉 !

Wie mittlerweile ja allen bekannt sein dürfte, ist Luke momentan bei meinen Eltern, da Lily daheim ihre Läufigkeit zelebriert und hier sämtliche Nachbarshunde völlig verzaubert und Gaga macht. Ob sie das merkt oder nicht, hat sich mir noch nicht so ganz erschlossen – aber anscheinend hat sie zur Zeit die Wirkung eines riesigen Flakons mit unglaublich gutem und anziehendem Duft.

Unsere Tierärztin hat mir gestern am Telefon schon gesagt, daß Luke auf Wolke 7 schweben wird, wenn er wieder heimkommt. Er wird alle Hände – nein, Pfoten – voll zu tun haben, alles bis in den letzten Winkel abzuschnüffeln, denn hier riecht’s ja überall nach läufiger Hündin. Mei, das wird Streß für den Kleinen… 😉

Nun gut – Luke geht uns wirklich ab und wir vermissen ihn. Am letzten Samstag habe ich mich also bei meinen Eltern auf einen Besuch angekündigt und fuhr voller Vorfreude und mit Futter und Guttis und Spielzeug und überhaupt allem, was unserem kleinen Fellknäuel eben Spaß macht, im Gepäck hin. Dort angekommen stellte ich vorsorglich meine große Tasche auf die Seite und hockte mich auf den Boden. Die Haustür war schon einen Spalt weit offen und ich sah meine Mom, wie sie mit der einen Hand die Tür und mit der anderen Hand Luke am Halsband festhielt. Sie wartete, bis ich hockte und dann ging die Tür auf. Luke stand da – mittlerweile gefühlt doppelt so groß, doppelt so schwer und minestens vier Mal so süß und hübsch wie vorher – und realisierte erst langsam (in Wirklichkeit war es vermutlich nicht „langsam“, sondern passierte in Bruchteilen einer Sekunde – aber mir kam es eben so vor), wer da vor ihm saß.

Plötzlich waren seine Augen weit aufgerissen, er war völlig wach, der Schwanz fing in Überschallgeschwindigkeit und im Kreis an zu wedeln, sodaß es ein Riesenlärm war, als er damit an die Haustür trommelte und er setzte sich in Bewegung. Da kamen auf einmal über 25kg (schätze ich mal, muß ihn noch wiegen) auf mich zugerannt und ich fühlte mich an den Film „Scott & Huutsch“ erinnert, wo man die Bordeaux-Dogge in Zeitlupe und mit flatternden Lefzen rennen sieht 😀 ! Luke wurde auf dem Weg zu mir ganz kurz, wedelte sich um Kopf und Kragen und kam fast auf dem Boden robbend bei mir an. Begleitet von heftigem Schnaufen und Schmatzen und fürchterlich tapsigen Bewegungen. Ein herrliches Schauspiel.

Dann habe ich bei ihm etwas entdeckt, was nicht jeder Hund kann und was ich zuletzt bei unserem ersten Dackel Tobi beobachten konnte: Luke hat gelacht !!! Er hat die Lefzen nach oben gezogen, die Nase regelrecht gekräuselt und hat alle seine Zähne gezeigt. Okay, das ist vielleicht schwer vorstellbar, aber der eine oder andere Hundebesitzer wird genau wissen, was ich meine 😉 !

Luke hat mich fast über den Haufen gerannt. Ich bin jetzt zwar auch nicht gerade ein Hemd und kann auch bei größerem Sturm recht stabil stehenbleiben, aber ich hatte Mühe, mit meinem Gewicht dagegen zu halten und NICHT umzufallen. Er rannte um mich herum, sprang hoch, umarmte mich regelrecht, warf sich auf den Rücken, gab mir Bussis, jappste, schnaufte, rannte wieder zurück, kam wieder zu mir, und so weiter… es war tatsächlich eines der schönsten Wiedersehen, das ich je erlebt habe. Unbeschreiblich – regelrecht Gänsehaut. Luke war ja noch nie so lange von uns getrennt wie jetzt. Seit wir die beiden mit 8 Wochen zu uns geholt haben, waren wir ja quasi IMMER bei ihnen… kleine, kurze Ausnahmen vielleicht – aber da waren zumeist auch meine Eltern vor Ort, die auf die beiden aufgepasst haben. Und genau deswegen hat es jetzt mit Luke’s Urlaub auch so gut geklappt – eben weil er seinen Opi und seine Omi schon von Anfang an kennt und sich dort superwohl fühlt.

Anschliessend – im Wohnzimmer angekommen – brachte er mir ALLE seine Spielsachen, zeigte sie mir stolz, apportierte brav mehrmals seinen Ball und war einfach nur happy. Beim Tauziehen mit dem Knotenseil merkte ich dann schon, daß er definitiv mehr Kraft als Lily hat und vor allem in den paar Tagen deutlich zugelegt hat an Größe und Stärke. Danach zogen wir uns an und machten zu dritt eine große, schöne Truppenwanderung von zwei Stunden. Auch zum Weiher ging es und ich saß mit meinem Luke zusammen am Ufer und sah den Enten beim  Schwimmkurs zu.

Daß ich später dann wieder fahren musste und den Kleinen wieder nicht mitnehmen konnte, war echt traurig – aber erstens weiß ich, daß es ihm bei meinen Eltern supergut geht und zweitens ist Lily eben noch nicht „rüdengesellschaftsfähig“. Also ist immer noch Abwarten angesagt – so schwer es uns fällt…

Luke – bald ist es soweit und wir sind wieder komplett. Frauchen, Lily und ich freuen uns schon wie Bolle auf Dich 😉 !!!

Good night everyone…

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…wie der Schwabe zu sagen pflegt.

Sprachspaß beiseite – unsere kleine Lily fährt momentan Achterbahn, gefühls- und kräftemässig. Die Läufigkeit ist tatsächlich eine permanente Berg- und Talfahrt und wir versuchen, die Zeit so gut wie möglich mit ihr zu überstehen. Ist an sich auch gar kein Problem, weil sie uns momentan sowieso auf Schritt und Tritt verfolgt 😀 !

Gerade hat sie sich wieder in ihrem Decken- und Kissenberg auf der Couch eingemümmelt und erholt sich vom Gassigehen. Und weil Herrchen wieder den Fernseher so laut aufgedreht hat, hält sie sich Augen und Ohren zu – bei dem Krawall kann ja kein Hund schlafen 😉 !

Und sobald bei Lily wieder alles „normal“ ist, hole ich Luke zurück nach Hause. Aber so was von sofort 🙂 !

Alarmstufe Rot !

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Von Anfang an – also seitdem wir Luke und Lily haben – hat uns jeder, der auch nur ansatzweise und im Entferntesten mit Hunden zu tun hat oder jemals mit ihnen zu tun hatte, die gleiche Frage gestellt: „Was macht Ihr, wenn sie… oder er… also wenn beide… also ich meine…“ – was sie damit sagen wollten war „lasst Ihr ihn oder sie kastrieren, damit nicht irgendwann dreiäugige oder vierschwänzige Labibabys herumlaufen ?“

Von Anfang an haben wir uns natürlich mit diesem Thema beschäftigt, haben uns eingelesen, das Internet komplett durchgelesen (naja, also fast jedenfalls !), unsere Trainerin(nen) aus der Hundeschule mit Fragen gelöchert und sogar extra zwei Beratungstermine bei der Tierärztin wahrgenommen. Klar – es ist eine sehr wichtige und ernstzunehmende Sache und man muß gut darauf vorbereitet sein, auf die erste Läufigkeit der eigenen Hündin 😉 !

Und noch mehr muß man vorbereitet sein, wenn man nicht nur eine Hündin, sondern auch einen Rüden daheim hat. Und noch viel mehr aufpassen muss man natürlich, wenn das Bruder und Schwester sind. Da heisst’s dann wirklich ALARMSTUFE ROT ! Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht – war ja schon immer unsere Devise *lach* !

Lange Zeit waren wir uns unsicher, wie wir mit dem Thema Kastration umgehen. Letztendlich haben wir uns entschieden, Lily mindestens einmal läufig werden zu lassen und dann erst den Eingriff vornehmen zu lassen.

Als es bei Lily dann vor einigen Tagen „soweit“ war und die erste Läufigkeit begann, durfte Luke zu seinem Opi und seiner Omi ziehen (oh Mann, er fehlt uns echt sakrisch !!!) und Lily bekam ein schickes und fast modernes schwarzes Höschen, auf das sie mittlerweile irgendwie fast schon stolz ist 😉 !

Den kleinen logistischen Kraftakt haben wir dank der superzuverlässigen und tatkräftigen Unterstützung meiner Eltern geschafft – an dieser Stelle nochmals VIELEN DANK AN EUCH !!! Luke fühlt sich bei Euch extrem wohl und wir können uns beruhigt die paar Tage auf unsere kleine Lily und ihr momentanes gefühlsmässiges Durcheinander konzentrieren… 😉 !

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