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Essgewohnheiten – Seefisch for President !

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Uuuuaaaahhh – liebe Blogleser,

nach einem seeehr schleppenden und 120 Minuten langen 2:1 gegen Algerien und nur 4 Stunden Schlaf (früher hat man wenig Schlaf irgendwie leichter weggesteckt *nochmalgähn*) komme ich endlich mal wieder dazu, etwas zu schreiben.

Diesmal geht es um die Essgewohnheiten unserer Vierbeiner. Vorab sage ich mal soviel: Wenn ich mich selbst mal von dem in den Kopf eingebrannten Gedanken verabschieden könnte, daß besonders Labradore permanent essen (wollen/würden/könnten/wennsiedürften) und vor allem ALLES essen (wollen/würden/könnten/wennsiedürften), würde es mir besser gehen. Denn DANN würde ich mir nicht gleich nen Kopf machen, wenn einer der beiden mal NICHT wie ein Industriesauger durch den Napf pflügt und immer wieder aufs Neue versucht, die persönliche Bestzeit beim Napfleeren zu unterbieten. Daß dabei dann auch die Dezibelgrenze der Fress- und Sauggeräusche immer wieder gesprengt wird, erwähne ich da gar nicht. Man ist irgendwie gleich besorgt und denkt, der Hund ist krank, wenn er nicht frisst. Mal ehrlich – geht Euch doch genauso, oder ?

Früher, als wir Luke und Lily ganz frisch hatten, war mir wenig klar, aber eines dafür umso mehr: Luke ist von beiden der Massivere, der Typ mit dem unbeeindruckbaren Magen und der, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Jetzt – knapp 2 Jahre später – sehe ich das anders. Nicht Lily ist die Diva in dem lustigen Duett, sondern Luke. Manchmal jedenfalls. Besonders, wenn es um’s Essen geht.

Lily hat seit ihren Welpentagen IMMER ihren Napf in unter 2 Minuten aufgegessen – also den Inhalt, nur um Wortspalterei zu unterbinden 😉 ! Sie sitzt bereits beim Napffüllen neben mir und weint mir die Ohren voll – Vorfreude auf das, was Papi da kocht. Sie schlingt, sie schmatzt, sie frisst, als ob es kein Morgen gäbe. Völlig wurscht, was da in den Napf kommt. Ob Nassfutter, Trockenfutter, neue Futtermarke, Obst – Brot – Nudeln – Reis… Alles toll ! SEHR dankbare Esserin.

Bei Luke war das irgendwie auch lange so. Aber seit ein paar Wochen lässt er echt die Diva raushängen. Früher war das Nassfutter von Real Nature – das wir ja von Anfang an fütterten, erst als Trockenfutter und später dann die Dosen – das Maß der Dinge. Irgendwann rümpfte er dann die Nase, sah mich vorwurfsvoll an und ich wusste, was zu tun war. Doof – bzw. gutmütig wie ich war – habe ich dann natürlich für Abwechslung gesorgt: Es kam leckeres Trockenfutter von Select Gold „auf den Tisch“. Das klang beim Napffüllen wie Guttis und roch mal ganz neu und anders und aufregend. Super, Luke war zufrieden und aß wieder normal. Das hielt dann auch eine zeitlang – aber dann ging’s wieder los. Er sah in seinen Napf – Lily nebenan war mit ihrem schon fast fertig – sah mich an und drehte um. Na toll…

Das Problem ist ja bei ZWEI Labis folgendes: Wir können nicht einfach den Napf stehen lassen – so nach dem Motto „wenn er Hunger hat, wird er es schon essen“. Klar, das wäre für die Erziehung das Allerbeste. Aber wenn man einen zweiten Labi hat, der nach wie vor alles frisst und so lange nicht mit dem Essen aufhört, bis entweder die Welt untergeht oder das Fell platzt, dann KANN man den Napf einfach nicht stehen lassen. Sonst frisst SIE permanent ZWEI Näpfe leer, während ER nichts bekommt. Geht nicht.

Also versucht man es erst mit gutem Zureden, dann hockt man neben ihm und betet ihm jeden Bissen rein (und nein, ich habe NICHT das „Ein-Löffel-für-Papi-Spiel“ gespielt !!!) und freut sich wie ein Schnitzel, wenn er doch endlich ein paar „Maul voll“ zu sich nimmt.

Nach weiteren Futtermarkenwechseln war ich kurz davor, mit meinem Latein am Ende zu sein und erste Anzeichen von Verzweiflung zu zeigen. Großeinkäufe bei Fressnapf waren nicht mehr drin, weil man ja nie wusste, wann es dem Herrn wieder langweilig werden würde.

Irgendwann landeten wir dann bei Rinti – einer Marke, die wir bei Fressnapf gefunden haben. Wir fingen mit „Seefisch“ an. Abends. Lily war begeistert wie immer und Luke saß beim Napffüllen bereits mit leicht feuchten Mundwinkeln neben mir und riss die Augen auf. Aha. AHA ! Sollte der Seefisch das neue Lieblingsessen sein ? Und siehe da – er rannte mir beim Hinstellen der Näpfe fast über die Füsse und fraß so schnell auf, daß ich echt staunte. Lily auch – sie war diesmal Zweite, das kam lange nicht mehr vor. Normalerweise isst sie ganz schnell auf, parkt rückwärts aus und wartet hinter Luke, bis er nicht mehr kann bzw. mag. Dann quetscht sie sich ganz elegant zwischen ihn und seinen Napf und macht Resteessen. Okay, manchmal ist er einfach zu langsam und sie drängt ihn weg (was ich aber nun schon seit Wochen sehr erfolgreich zu unterbinden weiß), aber so läuft das bei uns ab.

Er würde am liebsten nun andauernd Seefisch essen – geht natürlich nicht, denn diesen Joker hebe ich mir auf. Wir müssen jetzt wirklich SEHR abwechslungsreich füttern. Immer was anderes, mal trocken, mal naß, mal selbstgekocht, mal gemixt. Wenn ich mir die Geschichten von vielen Bekannten und Freunden so anhöre, daß deren Hunde tagein, tagaus das gleiche Futter bekommen, frage ich mich echt, was unsere beiden Labis für Starallüren haben.

Aber mei – wie ich schon immer gesagt habe: Wenn es unseren Labikindern gut geht, geht’s auch uns gut. Und solange es machbare und erfüllbare „Wünsche“ sind, ist ja alles gut.

In diesem Sinne: Euch und Euren Vierbeinern guten Appetit und viel Erfolg bei der Fütterstrategie. Seefisch for President 😀 !

Brei ist was für Babys !

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Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und sie entwickeln sich auch weiter – mal schneller, mal weniger schnell.

So auch bei unseren beiden Felltorpedos: Als Luke mit dem Zahnwechsel anfing, hatte er Probleme, das harte Trockenfutter zu kauen. Resultat war, daß er das Essen verschmähte und den Napf nur traurig ansah. Ich ging dann also dazu über, das Trockenfutter mit etwas Wasser zu vermischen und dann umzurühren, damit es etwas aufweichte und seine Zähne problemlos mit dem Essen fertig werden konnten.

Lily war davon ebenfalls ganz angetan und so lief die Fütterei dann die letzten Wochen, alles waren zufrieden.

Bis vor drei Tagen. Luke mochte plötzlich sein Essen nicht mehr. Wohlgemerkt nur das Essen in seinem Napf – also jenes mit Wasser vermischte Trockenfutter. Da die 4-Beiner nicht wirklich deutlich reden können, dauert’s manchmal eben etwas länger, bis man als Mensch darauf kommt, was eigentlich Sache ist. Aber nun bin ich dahinter gekommen *andiestirnklatsch*: Ein MANN, der nun schon sein Beinchen hebt, kann schliesslich nicht mehr wie ein Baby einen „Brei“ essen… so habe ich mal testweise versucht, ihm sein Trockenfutter wieder OHNE Wasser zu geben – und siehe da: Er haut rein wie Bolle. Wow – hätte er ja auch gleich sagen können, daß ihm der Brei zu kindisch ist.

Wahnsinn – aber wie auch immer, Hauptsache der Hund ist glücklich. Und satt ! 😀

Bitte zu Tisch !

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Also wundern kann man sich ja schon immer wieder, wenn man mit zwei Welpen zusammen wohnt. Ursprünglich dachte ich, nur die alten Römer und Griechen hätten ihr Essen im Liegen zu sich genommen bzw. wären beim Essen gelegen.

Aber nein – unsere nichtrömische und nichtgriechische Lily macht das auch. Warum und weshalb – hmm… vielleicht war’s gemütlich, vielleicht war sie aber auch einfach nur müde vom Spielen vor dem Essen. Oder Herrchen’s Kochkünste haben sie schlichtweg umgehauen 😉 ! Diesmal gab’s die heißgeliebten Karotten zum normalen Trockenfutter – wir leben schliesslich gesund !

Somit hat Lily bislang schon im Stehen, im Sitzen und nun auch im Liegen ihr Essen zu sich genommen – bin gespannt, was als nächstes kommt 🙂 !

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Eine lehrreiche Zeit…

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Als Welpe ist man ja überflutet mit Informationen, man sieht und hört und riecht so viel Neues, daß man ja unmöglich alles behalten und sich merken kann. Umso besser ist es natürlich, wenn einem die eigene Schwester bzw. der eigene vierpfotige Bruder was beibringt.

Lily hat es sich vor ein paar Tagen bereits zur (Un-)Eigenart gemacht, immer ihr Maul in der Küche mit ein paar Brocken Trockenfutter zu beladen, um es dann freudestrahlend ins Wohnzimmer in ihr Bettchen zu bringen. Oder ins Esszimmer zur Terrassentür. Oder auf die Couch, wo ich gerade liege und mich natürlich prompt irre mitfreue, wenn es neben mir nach Truthahn oder Schwein oder sonst wem duftet. Hach, es ist einfach immer aufregend….

Ob sie es als Picknick sieht oder denkt, sie müsse für schlechte Zeiten vorsorgen – ich weiß es nicht. Andererseits, wenn letzteres der Fall wäre, würde sie es ja nicht gleich aufessen, sondern verbuddeln oder verstecken – was wiederum im Wohnzimmer schwierig werden würde. Wobei – ich muß gleich mal unter den Kissen auf der Couch nachschauen. Nicht, daß da noch das Stück Fleisch von vor einer Woche vor sich hinlebt…. 😀

Luke war bislang immer zu begeistert von seinem Futter, daß er es immer gleich an Ort und Stelle, sprich in der Küche am Napf, aufgegessen hat. Wie man es von Labradoren kennt: Wie ein Staubsauger.

Heute Früh jedoch kam er dann plötzlich mit dicken Backen und von einem Ohr bis zum anderen grinsend (ja wirklich, das können die !) ins Wohnzimmer gewatschelt und hatte – ja, genau richtig – ebenfalls seine Portion Trockenfutter an Bord. Gegessen hat er es dann auf seinem Bettchen. Lily beobachtete es von der Couch aus und nickte wohlwollend. Soviel dazu. Gut gemacht, Lehrerin.

Und somit sind wir auch beim schwierigen Teil bei der Erziehung von ZWEI Hundebabies: Wenn der eine sich entschlossen hat, auf Dich zu hören bzw. etwas „richtig“ zu machen, kommt GARANTIERT der andere um die Ecke und zeigt es ihm „noch viel besser“.

Wir sind gespannt, in welchen Belangen sich unsere Interessen im Laufe der Zeit noch so „überschneiden“ werden 😉 !

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