Von Schüttlern und Schmeißern

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Es ist schon witzig, wie unterschiedlich Zwillinge doch manchmal sein können.
Luke und Lily ähneln sich in so vielen Dingen, Verhaltensweisen und Momenten wie ein Ei dem anderen: Wenn der eine Blödsinn macht, macht der andere allerspätestens eine halbe Millisekunde später genau denselben Blödsinn. Meistens sogar komplett zeitgleich.
Dann gibt’s aber Situationen und Anlässe, in denen die beiden gänzlich verschieden reagieren. Das Spiel- und Jagdverhalten ist so eine spezielle Situation:
Luke ist ganz klar der Schüttler, während Lily die Schmeißerin ist.

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Egal, was für ein Spielzeug der Kleine gerade im Maul hat – früher oder später wird es geschüttelt. Und zwar nicht nur sachte hin- und herbewegt, sondern im regelrechten Highspeedstreßtestmodus. Der Grund des Schüttelns ist dann aber nochmal zu unterscheiden: Entweder er macht das aufgrund von maximaler Freude und als Ausdruck bester Laune, oder aber er weiß nicht wohin mit seiner Kraft und seiner Energie. Das haben wir regelmäßig: Ich raufe mit ihm – gerne mal SEHR ruppig und ohne falsche Zurückhaltung – und irgendwann fangen seine Augen an zu leuchten, aus seinen Ohren und Nasenlöchern kommen kleine weiße Rauchwölkchen und er schaut wirr um sich. Dann weiß ich, daß er kurz vorm Überkochen ist und Schlimmeres verhindern will – sprich, er möchte Herrchen nicht komplett auseinandernehmen – und sucht sich eines seiner Spielzeuge (meistens Gonzo, das Schaf), um es mit aller überschüssigen Energie durch die Gegend zu schütteln.
In einer der Cesar-Millan-Hundeflüsterer-Folgen im Fernsehen habe ich schon mal so einen Fall gesehen: Da hat der Hund auch sein Spielzeug durch die Gegend geschmissen und ist völlig ausgeflippt, um nur ja nicht Herrchen oder Frauchen ZU DOLL ranzunehmen. So gesehen ist das ja fast schon eine Art Überdruckventil – also alles gut 🙂 ! Er ist also der Schüttler.

Lily ist dafür die Schmeißerin. Sie hat sehr schnell herausgefunden – schlaues Labimädchen eben – daß sie bei einem mit Guttis gefüllten Spielzeug oder Kong am schnellsten ans Ziel bzw. ans Leckerli kommt, wenn sie das Teil mit voller Wucht auf den Boden pfeffert. Sie nimmt z.B. den Kong dann ins Maul, streckt den Kopf so weit wie möglich nach hinten und schmeisst das Ding dann hin. Spätestens beim dritten Mal gibt eigentlich jedes handelsübliche Gutti auf und fällt in Bröseln heraus. Mission geschafft. Sehr schlau.
Was sie allerdings noch nicht weiß ist, daß z.B. eine Scheibe Wurst oder ein weicheres Gutti ein gänzlich anderes Verhalten an den Tag legt, als ein knuspriges hartes Hundeleckerli. Da kann sie schmeißen, so viel sie will – ein Radl Wurst zerbricht halt nun mal nicht. Lustig ist es dennoch, ihre Bemühungen dann zu beobachten, und beschäftigt ist sie damit auch immer eine ganze Weile…

Somit haben die beiden Rabauken tatsächlich ein ganz unterschiedliches Jagd- und Spielverhalten. Nur wenn sie miteinander raufen, wird weder geschüttelt, noch geschmissen – da wird einfach nur gerungen und Spaß gehabt 😉 !

Wie ist es bei Euren Felltorpedos? Wir sind gespannt…

Viele liebe Grüße,
Euer Chris

P.S.: Und wo wir schon beim geliebten Schüttelkuschelknisterschaf sind – demnächst kommt noch das Review von den Puppy & Prince Spielsachen, versprochen 😉 !

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One Response to Von Schüttlern und Schmeißern

  1. Hector sagt:

    Mhmmm lieber Chris,

    da Hector ja ein Einzelhund ist, muss er das wohl alles beides können, das Schütteln und das Schmeißen. Wenn er sehr aufgeregt ist, dann schnappt er sich schon mal einen Arm von uns und zieht uns in der Wohnung rum. Seinen Foxi schmeißt er uns meist vor die Füße und schaut uns an, wir schmeißen ihn dann quer durch die Wohnung und er jachtet hinterher. Die Uschi aber (eine einbeinige Plüschente), die wird geschüttelt was das Zeug hält. Aber am aller Liebsten mag er Bälle, egal welche Größe, auch egal ob es ein Ball istoder ein Wollknäul, hauptsache es ist rund. Vorgestern hat er beim Gassigehen einen Lufballon anvisiert. Oh oh dachte ich, das kann nicht gut gehen, aber er hat ihn vorsichtig in sein Maul genommen und ihn nimmer losgelassen. Dummerweise hat er sein Bein an einem Strauch gehoben und dummerweise ist der Ballon auch mit dem Strauch in Kontakt gekommen. Peeeeeeeng, der Gesichtsausdruck vom Hector war fotoreif.
    Das mit dem Kong hat er auch im Griff, das braucht nicht lange, da sind die Gutzis raus, aber danke für den Tipp mit der Wurst, das werde ich dann mal probieren.

    So nun freue ich mich, bald wieder was von den beiden Felltorpedos zu hören.

    Liebe Grüße Karin

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